„Jeden Tag eine gute Tat.“ Aber warum?
Wegen diesem kleinen, guten Gefühl im Bauch. Diesem Stückchen Wärme und Geborgenheit, das aus reinem gutem Willen entsteht. Für die Dankbarkeit, die wir im Austausch erhalten.
Wir halten Fremden die Tür auf, helfen einem Touristen, den Bahnhof zu finden oder einer alten Dame an einer Selbstbedienungskasse. Alles Kleinigkeiten, alles nur ein paar Sekunden unseres Tages. Aber wir helfen, obwohl wir das nicht müssen. Obwohl wir keinen materiellen Wert im Austausch bekommen. Wir helfen aus rein intrinsischen Motiven und machen damit die Welt ein klein wenig besser. Das Lächeln und das „Danke“, das wir im Austausch für unsere Hilfe erhalten, ist so viel wert, genug wert. Meine naive Hoffnung ist, dass wir zusammen die Welt jeden Tag ein kleines Stückchen besser machen können.
Wikipedia beschreibt Dankbarkeit als „ein positives Gefühl oder eine Haltung in Anerkennung einer materiellen oder immateriellen Zuwendung“[1]. Auch die großen Weltreligionen beschäftigen sich häufig mit Dankbarkeit und Nächstenliebe, meist in Form von Gebeten.

In den letzten Jahren haben Trends zum Thema Achtsamkeit dazu aufgerufen, mehr Dankbarkeit zu praktizieren. Jeden Abend drei Dinge notieren, für die man dankbar ist. Diese Praktik gibt Raum, den Blick von all den oft vermeintlich unüberwindbaren Problemen zu lösen und ihn auf all das Gute zu fokussieren. Dankbarkeit ist in vielen Aspekten auch mit einem positiveren Lebensbild verknüpft. So sagte zum Beispiel der amerikanische Dichter A.D. Posey: „Dankbarkeit ist das Tor zu einem positiven Leben.“
In unserer Gesellschaft sind Selbstlosigkeit und Dankbarkeit stark verankert. Wir helfen uns gegenseitig und können uns auf die Hilfe von Fremden verlassen. Vielleicht sollten wir alle wieder versuchen, mehr zu helfen. Jeden Tag eine gute Tat, das wäre ein guter Anfang. Ein Anfang, der die Welt ein wenig schöner macht.
Ihr mögt die Idee einer besseren Welt und wollt auch etwas zurückgeben? Dann macht mit bei uns! Briefe fürs Miteinander e. V. ist ein Verein, der Menschen durch das Schreiben von Briefen verbindet und damit Einsamkeit bekämpfen will. Unser Ziel ist, soziale Einrichtungen mit persönlichen Briefen zu versorgen, um damit den dort lebenden Bewohner:innen eine kleine Freude zu bereiten.
Wenn ihr Fragen habt, euch am Projekt beteiligen wollt oder bei einem Pflegeheim arbeitet und an unseren Briefen interessiert seid, hinterlasst uns gerne eine Nachricht im Kontaktformular oder schreibt uns eine E-Mail an kontakt@briefemiteinander.org.
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Dankbarkeit (abgerufen am 09.11.2025)