Zu laute Stille – Einsamkeit im Alter

„Es gibt viele Arten von Einsamkeit, aber Momo erlebte eine, die wohl nur wenige Menschen kennengelernt haben, und die wenigsten mit solcher Gewalt.“

In Michael Endes Buch Momo wird so über die Gefühlswelt des gleichnamigen Hauptcharakters gesprochen. Es geht hier um eine Entfremdung der Welt, ein Gefühl von völligem Verlorensein. Dabei ist Einsamkeit ein Gefühl, das universell verstanden wird. Alle Menschen können sich an etliche Momente erinnern, in denen sie sich einsam und allein gefühlt haben, selbst wenn sie es faktisch nicht waren. Momos Gedanken und Gefühle sind kein Einzelfall, sondern Teil unserer Gesellschaft. Sobald wir unser gewohntes Umfeld verlieren, sei es durch die Corona-Pandemie und deren einhergehende Einschränkung, sei es, wenn wir umziehen in eine fremde Stadt oder auch, wenn wir unter Stress stehen.

Dabei denken wir oft, dass sich alle älteren Menschen einsam fühlen müssen. Das widerlegten jedoch RKI-Studien. Diese Studien zeigten, dass sich ältere Menschen, die in sozialen Einrichtungen wohnen, deutlich einsamer fühlen als solche, die noch in ihrer gewohnten Umgebung leben[1]. Gerade im höheren Alter ist es schwieriger neue Freundschaften zu knüpfen, da es weniger Anhaltspunkte gibt. Andere Altersgruppen können durch Schule, Studium, Job oder sogar die Freunde der Kinder neue Freunde finden. Ältere Menschen befinden sich nicht mehr so oft in neuen Kreisen. Die Studien verdeutlichen auch, wie Einsamkeit im Alter zur Herausforderung wird. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um dem entgegenzuwirken. Und da kommen wir ins Spiel:

Wir sind Briefe fürs Miteinander e. V., eine gemeinnützige Organisation, die es sich zum Ziel gemacht hat, Heimbewohner:innen eine kleine Freude zu bereiten. Bei uns kann jeder Briefe schreiben, die wir dann an unsere Kooperationseinrichtungen vermitteln. Dort werden eure Briefe vorgelesen und versüßen anderen Menschen den Tag. Dabei sind den Themen der Briefe keine Grenzen gesetzt: Reisen, Hobbys oder lustige Alltagsgeschichten. Du kannst deiner Kreativität freien Lauf lassen. Ein kleiner Ausschnitt deines Lebens kann den Tag einer anderen Person verbessern.

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    [1] https://www.malteser.de/miteinander-fuereinander/forsa-umfrage.html

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